Physiotherapie Jobs NRW 2026Der komplette Guide
Physiotherapie Jobs in NRW findest du 2026 so: Nutze den aktuellen Fachkräftemangel zu deinem Vorteil. Informiere dich über Gehälter nach Stadt, wähle das richtige Setting (Praxis, Klinik oder Reha), spezialisiere dich gezielt und lass dich über Reverse Recruiting von Praxen finden, statt dich selbst zu bewerben. Dieser Guide zeigt dir alle Schritte.
Lena von CuraCareer
Aktualisiert April 2026
60 Sekunden. Kein Lebenslauf. Anonym.
Arbeitsmarkt Physiotherapie NRW 2026
Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und zugleich einer der größten Arbeitsmärkte für Physiotherapeuten. Mit rund 18 Millionen Einwohnern, einer alternden Bevölkerung und steigenden Präventionsbedürfnissen wächst die Nachfrage nach qualifizierten Therapeuten seit Jahren schneller als das Angebot. Das Ergebnis: ein handfester Fachkräftemangel, der dir als Physiotherapeut enorme Verhandlungsmacht gibt.
Laut Bundesagentur für Arbeit lag die durchschnittliche Vakanzzeit für Physiotherapie-Stellen in NRW im Jahr 2025 bei über 180 Tagen. Das bedeutet: Praxen und Kliniken suchen im Schnitt ein halbes Jahr, bis sie eine Stelle besetzen können. Auf jede offene Stelle kommen statistisch weniger als 1,5 Bewerber. In einigen Regionen wie dem Ruhrgebiet oder dem Bergischen Land liegt das Verhältnis sogar unter 1:1.
Welche Regionen suchen am meisten? Die Städte entlang der Rheinschiene (Köln, Düsseldorf, Bonn) haben die höchste absolute Zahl an offenen Stellen, weil dort die meisten Praxen und Kliniken konzentriert sind. Im Ruhrgebiet (Essen, Bochum, Dortmund, Duisburg) ist die Nachfrage relativ zur Therapeutendichte sogar noch höher, weil viele Absolventen in die Rheinschiene abwandern. Wer bereit ist, im Ruhrgebiet zu arbeiten, findet deshalb oft die besten Konditionen.
Vier große Trends prägen den Arbeitsmarkt 2026:
- Akademisierung: Immer mehr Hochschulen in NRW bieten den Bachelor Physiotherapie an. Das hebt das Qualifikationsniveau, verändert aber auch Gehaltserwartungen. Akademisierte Therapeuten verdienen im Schnitt 200 bis 300 Euro mehr.
- Direktzugang: Die Debatte um den Direktzugang (Behandlung ohne ärztliche Verordnung) gewinnt an Fahrt. In Modellprojekten in NRW dürfen Physiotherapeuten bereits eigenständig diagnostizieren und behandeln. Das erhöht die Eigenverantwortung und den Stellenwert des Berufs.
- Digitalisierung: Telerehabilitation, digitale Therapie-Apps und KI-gestützte Befundung halten Einzug. Praxen, die digital aufgestellt sind, ziehen jüngere Therapeuten an.
- Gehaltsanstieg: Durch den Fachkräftemangel und die Heilmittel-Reform steigen die Gehälter spürbar. Zwischen 2022 und 2026 stiegen die durchschnittlichen Bruttoentgelte um rund 15 Prozent.
„Der Physiotherapie-Arbeitsmarkt in NRW hat sich in einen Bewerbermarkt verwandelt. Wer heute eine Stelle sucht, kann wählen.“
Gehalt Physiotherapeut NRW nach Stadt
Das Gehalt als Physiotherapeut in NRW hängt von drei Faktoren ab: deinem Standort, deiner Erfahrung und deinen Zusatzqualifikationen. Großstädte wie Köln und Düsseldorf zahlen tendenziell etwas mehr, haben aber auch höhere Lebenshaltungskosten. Mittelstädte im Ruhrgebiet bieten oft das beste Verhältnis aus Gehalt und Kaufkraft.
| Stadt | Einstieg | Erfahren (5+ J.) | Spezialisiert | Leitung |
|---|---|---|---|---|
| Köln | 2.700–2.950 € | 3.100–3.500 € | 3.400–3.900 € | 3.800–4.500 € |
| Düsseldorf | 2.750–3.000 € | 3.200–3.600 € | 3.500–4.000 € | 3.900–4.600 € |
| Essen | 2.600–2.850 € | 3.000–3.400 € | 3.300–3.800 € | 3.700–4.300 € |
| Dortmund | 2.600–2.850 € | 3.000–3.350 € | 3.200–3.700 € | 3.600–4.200 € |
| Bochum | 2.550–2.800 € | 2.950–3.300 € | 3.200–3.700 € | 3.600–4.200 € |
| Bonn | 2.700–2.950 € | 3.100–3.500 € | 3.400–3.900 € | 3.800–4.400 € |
| Duisburg | 2.550–2.800 € | 2.900–3.300 € | 3.200–3.700 € | 3.500–4.100 € |
| Krefeld | 2.500–2.750 € | 2.850–3.250 € | 3.100–3.600 € | 3.500–4.000 € |
Alle Angaben brutto/Monat. Quellen: Entgeltatlas der BA für Arbeit, eigene Erhebungen (Stand 2026).
TVöD vs. Privatpraxis: In kommunalen Kliniken und Reha-Einrichtungen wirst du nach TVöD-P (Tarifvertrag öffentlicher Dienst, Pflege) eingruppiert. Einstieg in Stufe P7 liegt bei ca. 2.930 Euro brutto. Nach 5 Jahren steigst du automatisch in höhere Stufen auf. In Privatpraxen gibt es keinen Tarifvertrag. Dafür sind die Gehälter verhandelbarer: Praxen mit guter Auslastung zahlen oft über Tarif, um Fachkräfte zu halten.
Gehalts-Booster: Bestimmte Zusatzqualifikationen wirken wie ein Gehaltsturbo. Mit Manueller Therapie (MT) verdienst du 200 bis 400 Euro mehr. KGG (Gerätegestützte Krankengymnastik) bringt 100 bis 250 Euro. Bobath oder PNF sind in der Neurologie unverzichtbar und steigern dein Gehalt um 150 bis 300 Euro. Die Königsklasse ist Osteopathie: Damit sind 400 bis 600 Euro mehr pro Monat realistisch.
Physio Jobs nach Setting: Praxis, Klinik oder Reha?
Wo du arbeitest, bestimmt deinen Alltag mehr als jede Gehaltstabelle. Jedes Setting hat eigene Vor- und Nachteile. Hier der direkte Vergleich:
| Kriterium | Ambulante Praxis | Klinik (stationär) | Reha-Einrichtung |
|---|---|---|---|
| Gehalt | 2.600–3.800 € | 2.930–4.200 € (TVöD) | 2.800–3.900 € |
| Arbeitszeiten | Flexibel, oft Schichten | Feste Kernzeit, Frühschicht | Geregelt, selten Wochenende |
| Patientenkontakt | Kurze Serien (6–10x) | Akutversorgung, kurz | Intensive Verläufe (3–6 Wo.) |
| Spezialisierung | Frei wählbar | Fachrichtung vorgegeben | Schwerpunkt Reha |
| Team | Klein (3–10 Personen) | Groß, interdisziplinär | Mittel, interdisziplinär |
| Dokumentation | Oft selbst | Standardisiert (KIS) | Standardisiert |
| Fortbildung | Eigeninitiative | Oft gefördert | Oft gefördert |
Berufseinsteiger profitieren oft von einer Klinik: Der strukturierte Alltag, die Einarbeitung und die Tarifbindung geben Sicherheit. Nach 2 bis 3 Jahren Klinikerfahrung hast du ein solides Fundament und kannst gezielt in eine Praxis wechseln, die zu deinem Fachgebiet passt.
Erfahrene Therapeuten mit Spezialisierungen finden in ambulanten Praxen oft mehr Freiheit: eigene Behandlungskonzepte, längere Behandlungszeiten und direkte Patientenbindung. Praxen in NRW, die im 45-Minuten-Takt arbeiten, sind besonders beliebt.
Wer intensive Therapieverläufe liebt, ist in der Reha richtig. Du begleitest Patienten über Wochen, arbeitest im Team mit Ärzten, Ergotherapeuten und Psychologen und siehst echte Fortschritte. Die Arbeitszeiten sind planbarer als in der Praxis.
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Die gefragtesten Spezialisierungen
Zusatzqualifikationen sind der schnellste Weg zu mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen. Praxen in NRW suchen vor allem diese Spezialisierungen:
Manuelle Therapie (MT)
Die Manuelle Therapie ist die meistgesuchte Zusatzqualifikation in NRW. Sie ermöglicht dir die gezielte Behandlung von Gelenk- und Wirbelsäulenproblemen und ist Voraussetzung für höhere Abrechnungssätze. Die Fortbildung dauert ca. 260 Stunden (über 1 bis 2 Jahre berufsbegleitend) und kostet zwischen 2.500 und 3.500 Euro. Gehaltseffekt: +200 bis 400 Euro/Monat.
Sportphysiotherapie
Sportphysiotherapie ist besonders in Großstädten gefragt, wo Sportvereine, Fitness-Studios und leistungsorientierte Patienten eine Rolle spielen. Die Fortbildung umfasst ca. 200 Stunden und kostet 2.000 bis 3.000 Euro. Neben der Praxis ermöglicht sie auch Tätigkeiten bei Vereinen (Fortuna Düsseldorf, 1. FC Köln, VfL Bochum). Gehaltseffekt: +150 bis 350 Euro/Monat.
Neurologie: Bobath und PNF
Bobath und PNF (Propriozeptive Neurouskuläre Fazilitation) sind in Kliniken und Reha-Einrichtungen unverzichtbar. Du behandelst Schlaganfall-Patienten, Menschen mit MS oder Parkinson. Die Fortbildungen dauern jeweils ca. 120 bis 180 Stunden und kosten 1.500 bis 2.500 Euro. Gehaltseffekt: +150 bis 300 Euro/Monat. Gerade in der Neurologie herrscht akuter Fachkräftemangel.
Pädiatrie (Kinder-Physiotherapie)
Die pädiatrische Physiotherapie (Bobath-Kinder, Vojta) ist ein Nischenbereich mit stabiler Nachfrage. Eltern suchen gezielt nach spezialisierten Therapeuten. In NRW gibt es vergleichsweise wenige Pädiatrie-Spezialisten, was die Verhandlungsposition stärkt. Kosten: 1.500 bis 2.500 Euro. Gehaltseffekt: +100 bis 250 Euro/Monat.
KGG (Gerätegestützte Krankengymnastik)
KGG ist die schnellste Zusatzqualifikation: Nur ca. 40 Stunden Fortbildung bei Kosten von 400 bis 600 Euro. Sie erweitert dein Behandlungsspektrum um gerätegestützte Übungen und erhöht die Abrechnungsmöglichkeiten deiner Praxis. Gehaltseffekt: +100 bis 250 Euro/Monat. Tipp: KGG ist oft die erste Fortbildung, die sich lohnt.
Atemtherapie und Osteopathie
Atemtherapie hat seit der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Long-COVID-Patienten, COPD und Mukoviszidose sind wichtige Indikationen. Osteopathie ist die Spezialisierung mit dem höchsten Gehaltseffekt (+400 bis 600 Euro/Monat), erfordert aber eine mehrjährige Ausbildung (4 bis 5 Jahre berufsbegleitend, Kosten: 15.000 bis 20.000 Euro). Dafür ermöglicht sie auch die Arbeit als Selbstzahler-Therapeut mit deutlich höheren Stundensätzen.
| Spezialisierung | Dauer | Kosten | Gehaltseffekt/Monat |
|---|---|---|---|
| Manuelle Therapie | 1–2 Jahre | 2.500–3.500 € | +200–400 € |
| Sportphysiotherapie | 6–12 Monate | 2.000–3.000 € | +150–350 € |
| Bobath / PNF | 3–6 Monate | 1.500–2.500 € | +150–300 € |
| Pädiatrie | 3–6 Monate | 1.500–2.500 € | +100–250 € |
| KGG | 1 Woche | 400–600 € | +100–250 € |
| Atemtherapie | 2–4 Monate | 800–1.500 € | +100–200 € |
| Osteopathie | 4–5 Jahre | 15.000–20.000 € | +400–600 € |
Physio Jobs in den größten NRW-Städten
Jede Stadt in NRW hat ihren eigenen Charakter, eigene Gehaltsstrukturen und eigene Herausforderungen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Standorte für Physiotherapeuten:
Köln
Köln ist der größte Physiotherapie-Arbeitsmarkt in NRW. Die Stadt hat die höchste Dichte an ambulanten Praxen und Kliniken (Uniklinik Köln, Städtische Kliniken). Die Gehälter liegen im oberen Bereich, die Lebenshaltungskosten aber auch. Besonders gesucht: MT-Therapeuten und Sportphysios. Alle Physio-Jobs in Köln →
Düsseldorf
In Düsseldorf findest du viele Privatpraxen mit gehobenem Patientenklientel und überdurchschnittlichen Gehältern. Die Landeshauptstadt bietet zudem gute Anbindung und ein breites Klinikspektrum (Uniklinik Düsseldorf, Florence-Nightingale-Krankenhaus). Wer Sportphysiotherapie macht, profitiert von der Nähe zu Fortuna Düsseldorf und DEG. Alle Physio-Jobs in Düsseldorf →
Essen
Essen ist das Zentrum des Ruhrgebiets und bietet mit dem Universitätsklinikum, den Kliniken Essen-Mitte und zahlreichen Reha-Einrichtungen ein breites Spektrum. Die Gehälter sind etwas niedriger als an der Rheinschiene, die Lebenshaltungskosten aber deutlich günstiger. Therapeuten mit Neuro-Spezialisierung sind besonders gefragt. Alle Physio-Jobs in Essen →
Bochum
Bochum hat durch die Ruhr-Universität und das Bergmannsheil (BG-Klinik für Unfallchirurgie) einen starken orthopädisch-traumatologischen Schwerpunkt. Wer MT und KGG mitbringt, findet hier schnell eine Stelle. Die Stadt bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Physio-Jobs in Bochum →
Bonn
Bonn profitiert von der Bundesstadt-Infrastruktur, dem Universitätsklinikum und der Nähe zum Siebengebirge (Outdoor-Sport). Die Gehaltsniveaus sind vergleichbar mit Köln, bei niedrigeren Mieten. Besonders gesucht: Therapeuten für geriatrische Rehabilitation und ambulante Orthopädie. Alle Physio-Jobs in Bonn →
Duisburg
Duisburg hat einen hohen Bedarf an Physiotherapeuten, besonders in den Bereichen Orthopädie und Neurologie. Die Sana Kliniken und das BG Klinikum sind wichtige Arbeitgeber. Die Stadt bietet günstige Mieten und kurze Wege. Wer im Ruhrgebiet arbeiten will, ohne die Metropolpreise zu zahlen, ist hier richtig. Alle Physio-Jobs in Duisburg →
Jobsuche 2026: Klassisch vs. Reverse Recruiting
Die Art, wie Physiotherapeuten in NRW ihren Job finden, hat sich verändert. Neben klassischen Jobportalen gibt es seit 2025 eine Alternative, die den Prozess umdreht: Reverse Recruiting. Welcher Weg ist der richtige für dich?
Klassische Jobportale
Indeed, StepStone, Medi-Jobs und Physio.de sind nach wie vor die meistgenutzten Kanäle. Du suchst aktiv nach Stellen, filterst nach Ort und Fachgebiet und bewirbst dich mit Lebenslauf und Anschreiben. Die Vorteile: große Auswahl, bekannte Plattformen, du bestimmst das Tempo. Die Nachteile: hoher Zeitaufwand, oft veraltete Anzeigen, keine Transparenz bei Gehältern und Arbeitsbedingungen. Viele Praxen lassen sich wochenlang Zeit mit Antworten.
Reverse Recruiting mit CuraCareer
Bei CuraCareer drehst du den Prozess um: Du erstellst in 60 Sekunden ein anonymes Profil. Du gibst an, was dir wichtig ist: Gehalt, Arbeitszeiten, Fachgebiet, Entfernung. Danach bekommst du passende Praxen per WhatsApp vorgeschlagen. Du sagst einfach JA oder NEIN. Erst wenn du JA sagst, wird dein Profil für die Praxis sichtbar. Kein Lebenslauf, kein Anschreiben, keine Bewerbungsmappe.
| Kriterium | Klassische Portale | CuraCareer |
|---|---|---|
| Zeitaufwand | Hoch (Suche + Bewerbung) | Minimal (60 Sek. Profil) |
| Anonymität | Nein | Ja, bis du JA sagst |
| Gehalts-Transparenz | Selten | Vorher sichtbar |
| Arbeitsbedingungen | Erst im Gespräch | Vorher sichtbar |
| Wer bewirbt sich? | Du bei der Praxis | Praxis bei dir |
| Kommunikation | E-Mail, Portal | |
| Kosten für dich | Kostenlos | Kostenlos |
Wann welcher Weg sinnvoll ist: Wenn du gezielt nach einer bestimmten Klinik oder Einrichtung suchst, sind klassische Portale der richtige Weg. Wenn du offen bist und wissen willst, welche Praxen zu deinen Wünschen passen, ist Reverse Recruiting effizienter. Viele Therapeuten nutzen beide Wege parallel.
CuraCareer 2.0 Features: Seit Anfang 2026 bietet CuraCareer neue Funktionen. Der Sofort-verfügbar-Status zeigt Praxen, dass du kurzfristig wechseln kannst. Der Phantom Mode ermöglicht dir, den Markt zu sondieren, ohne sichtbar zu sein. Und mit der Direktbewerbung kannst du auch selbst aktiv werden, wenn eine Praxis dich besonders anspricht.
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Bewerbung als Physiotherapeut: Tipps
Ob du dich klassisch bewirbst oder Reverse Recruiting nutzt: Diese Tipps helfen dir, das Beste aus deiner Jobsuche herauszuholen.
Lebenslauf
Halte deinen Lebenslauf auf maximal 2 Seiten. Praxisinhaber haben wenig Zeit. Stelle deine Fortbildungen und Zusatzqualifikationen prominent dar. Führe konkrete Behandlungsschwerpunkte auf (z.B. „Schwerpunkt orthopädische Rehabilitation, MT-Zertifikat seit 2024“). Vermeide Standardfloskeln und generische Formulierungen.
Anschreiben
Im Anschreiben geht es um eine Frage: Warum genau diese Praxis? Recherchiere die Praxis vorher (Website, Google-Bewertungen, Behandlungsschwerpunkte). Erwähne konkret, was dich anspricht: der 45-Minuten-Takt, das interdisziplinäre Team, die Spezialisierung auf Sportorthopädie. Praxisinhaber merken sofort, ob du eine Massenbewerbung schickst oder dich wirklich informiert hast.
Probetag
Die meisten Praxen in NRW laden zum Probetag ein. Nutze ihn nicht nur, um dich zu zeigen, sondern auch, um die Praxis zu prüfen. Achte auf den Behandlungstakt, die Stimmung im Team, die Räumlichkeiten und ob die Praxis-Assistenz wirklich vorhanden ist. Stelle Fragen: Wie viele Patienten pro Tag? Wie läuft die Doku? Wie ist die Urlaubsregelung?
Gehaltsverhandlung
Informiere dich vorher über die marktüblichen Gehälter in deiner Stadt (siehe Gehaltstabelle oben). Nenne deine Gehaltsvorstellung als Spanne, nicht als fixe Zahl. Argumentiere mit Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung. Verhandle auch über Nebenleistungen: Fortbildungsbudget, Fahrtkostenzuschuss, 30 Urlaubstage, 4-Tage-Woche. In Zeiten des Fachkräftemangels hast du eine starke Verhandlungsposition.
Red Flags bei Praxen
Nicht jede offene Stelle ist eine gute Stelle. Achte auf diese Warnsignale:
- 20-Minuten-Takt: Zu wenig Zeit pro Patient. Du wirst zum Fließband.
- Keine Fortbildungsbudget: Die Praxis investiert nicht in dich.
- Hohe Fluktuation: Wenn ständig neue Leute gesucht werden, stimmt etwas nicht.
- Keine Praxis-Assistenz: Du machst Rezeptabwicklung, Telefon und Dokumentation selbst.
- Unklare Gehaltsangaben: Wer das Gehalt im Inserat verbirgt, hat meist wenig zu bieten.
Tipp: Bei CuraCareer siehst du Arbeitsbedingungen, Behandlungstakt und Teamgröße VOR der Bewerbung. Keine bösen Überraschungen.
Häufige Fragen zu Physiotherapie Jobs in NRW
Wie viel verdient ein Physiotherapeut in NRW?
Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 2.600 bis 2.900 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen wie Manueller Therapie oder KGG sind 3.200 bis 3.800 Euro realistisch. In leitenden Positionen oder spezialisierten Kliniken sind auch 4.000+ Euro möglich.
Wo finde ich Physiotherapie Jobs in NRW?
Klassisch über Jobportale wie Indeed, StepStone oder Medi-Jobs. Alternativ über Reverse-Recruiting-Plattformen wie CuraCareer, bei denen Praxen sich bei dir bewerben. Außerdem lohnen sich Fachgruppen auf Facebook und LinkedIn sowie direkte Initiativbewerbungen bei Praxen in deiner Nähe.
Lohnt sich die Manuelle Therapie Weiterbildung?
Ja, Manuelle Therapie ist die meistgesuchte Zusatzqualifikation in NRW. Sie bringt im Schnitt 200 bis 400 Euro mehr Gehalt pro Monat und macht dich für Praxen deutlich attraktiver. Die Investition (ca. 2.500 bis 3.500 Euro) amortisiert sich meist innerhalb eines Jahres.
Was ist besser: Praxis, Klinik oder Reha?
Das hängt von deinen Prioritäten ab. Praxen bieten flexible Arbeitszeiten und enge Patientenbindung. Kliniken zahlen nach Tarif (TVöD) und bieten Jobsicherheit. Reha-Einrichtungen ermöglichen intensive Therapieverläufe und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Wie bewerbe ich mich als Physiotherapeut richtig?
Halte deinen Lebenslauf kurz (1 bis 2 Seiten) und hebe Fortbildungen sowie Spezialisierungen hervor. Im Anschreiben erklärst du, warum genau diese Praxis zu dir passt. Alternativ nutzt du Reverse Recruiting bei CuraCareer: Du erstellst ein anonymes Profil und Praxen bewerben sich bei dir.
Welche Spezialisierung bringt am meisten Gehalt?
Osteopathie bringt den höchsten Gehaltsaufschlag (bis zu 600 Euro/Monat), gefolgt von Manueller Therapie (200 bis 400 Euro) und Sportphysiotherapie (150 bis 350 Euro). Die Kombination mehrerer Zusatzqualifikationen hat den größten Effekt.
Gibt es Fachkräftemangel in der Physiotherapie in NRW?
Ja, NRW ist besonders stark betroffen. Laut Bundesagentur für Arbeit liegt die durchschnittliche Vakanzzeit für Physiotherapie-Stellen bei über 180 Tagen. Auf jede offene Stelle kommen statistisch weniger als 1,5 Bewerber. Für Therapeuten bedeutet das: Du hast die Auswahl.
Kann ich als Physiotherapeut in NRW auch ohne Studium arbeiten?
Ja, die schulische Ausbildung (3 Jahre) reicht völlig aus, um in NRW als Physiotherapeut zu arbeiten. Ein Studium (B.Sc. Physiotherapie) bringt Vorteile bei Forschung, Lehre und internationaler Anerkennung, ist aber für die Praxisarbeit nicht zwingend notwendig.
Was bedeutet Reverse Recruiting für Physiotherapeuten?
Beim Reverse Recruiting drehst du den Bewerbungsprozess um: Du erstellst ein anonymes Profil mit deinen Wünschen (Gehalt, Arbeitszeiten, Fachgebiet), und Praxen bewerben sich bei dir. Bei CuraCareer bekommst du passende Praxen per WhatsApp vorgeschlagen und sagst einfach JA oder NEIN.
Wie sind die Arbeitszeiten als Physiotherapeut in NRW?
In ambulanten Praxen arbeitest du meist zwischen 7:30 und 19:00 Uhr, oft in Schichtmodellen. Kliniken haben feste Kernarbeitszeiten (ca. 7:00 bis 16:00 Uhr). Viele Praxen bieten mittlerweile 4-Tage-Wochen oder flexible Teilzeitmodelle an, um Fachkräfte zu gewinnen.
Welche NRW-Städte haben die meisten Physio-Stellen?
Köln, Düsseldorf und Essen haben die meisten offenen Stellen, gefolgt von Dortmund, Duisburg und Bochum. In kleineren Städten wie Krefeld, Neuss oder Hilden ist die Konkurrenz geringer und die Lebenshaltungskosten niedriger.
Kann ich als Physiotherapeut auch in Teilzeit arbeiten?
Ja, viele Praxen und Kliniken in NRW bieten Teilzeitmodelle ab 20 Stunden pro Woche. Gerade wegen des Fachkräftemangels sind Arbeitgeber flexibler geworden. Bei CuraCareer kannst du in deinem Profil angeben, ob du Voll- oder Teilzeit suchst.
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Für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden in NRW.
Therapie-Jobs nach Stadt in NRW
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Köln
2.800 – 3.800 € / Monat
Düsseldorf
3.000 – 3.800 € / Monat
Essen
2.700 – 3.400 € / Monat
Bochum
2.700 – 3.300 € / Monat
Bonn
2.800 – 3.500 € / Monat
Duisburg
2.600 – 3.300 € / Monat
Krefeld
2.700 – 3.400 € / Monat
Neuss
2.700 – 3.500 € / Monat
Hilden
2.700 – 3.400 € / Monat
Datteln
2.600 – 3.200 € / Monat
Velbert
2.600 – 3.200 € / Monat
Grevenbroich
2.600 – 3.200 € / Monat
Dormagen
2.600 – 3.200 € / Monat
Meerbusch
2.800 – 3.500 € / Monat
Ratingen
2.700 – 3.400 € / Monat
Langenfeld
2.600 – 3.300 € / Monat
Monheim am Rhein
2.600 – 3.200 € / Monat
Erkrath
2.600 – 3.200 € / Monat