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Reverse Recruiting für TherapeutenPraxen bewerben sich bei dir.

Reverse Recruiting kehrt den klassischen Bewerbungsprozess um: Statt dass du dich bei Praxen bewirbst, bewerben sich Praxen bei dir. Im Therapie-Markt mit seinem extremen Fachkräftemangel ist das nicht nur eine nette Idee — es ist die natürliche Marktreaktion. Dieser Guide zeigt dir, was es ist, warum es 2026 besser funktioniert als jedes Jobportal, und wie du es konkret nutzt.

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Lena von CuraCareer

Aktualisiert April 2026

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Reverse Recruiting für Therapeuten — auf einen Blick

Was es ist
Praxen bewerben sich bei dir — statt umgekehrt. Du sagst nur JA oder NEIN.
Warum es 2026 funktioniert
0,3 Bewerber pro Stelle in der Ergo-/Logo-Therapie NRW. Praxen müssen werben.
Erste Angebote
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Kosten für dich
0 Euro. Praxen zahlen, du nicht. Keine versteckten Gebühren.

Was ist Reverse Recruiting?

Reverse Recruiting ist die Umkehrung des klassischen Bewerbungsprozesses. Klassisch bewirbst du dich auf eine ausgeschriebene Stelle: Lebenslauf, Anschreiben, Vorstellungsgespräch, Wartezeit, oft Absage oder gar keine Antwort. Beim Reverse Recruiting drehst du den Spieß um: Du erstellst ein Profil mit deinen Wünschen, und Arbeitgeber kommen aktiv auf dich zu. Du behältst die Initiative, sammelst mehrere Angebote parallel und entscheidest am Ende aus einer Position der Stärke.

Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Tech-Bereich, wo qualifizierte Entwickler:innen seit Jahren mehr Stellen als Bewerber haben. Plattformen wie LinkedIn, Honeypot oder Hired etablierten dort die Idee, dass Unternehmen sich aktiv um Talente bemühen müssen. Im deutschen Therapie-Markt ist die Lage inzwischen sehr ähnlich: Der Fachkräftemangel ist so massiv, dass dieses Modell auch hier funktioniert — und für Therapeuten oft der schnellste, ehrlichste und gehaltlich beste Weg zum nächsten Job ist.

Reverse Recruiting ist nicht Headhunting

Wichtige Abgrenzung: Reverse Recruiting ist keine Personalvermittlung und kein Headhunting. Headhunter werden von Arbeitgebern bezahlt und versuchen, dich für deren Stellen zu gewinnen — oft mit Druck und Zeitfenstern. Beim Reverse Recruiting steht dein Profil im Mittelpunkt. Du wirst nicht angerufen oder bedrängt. Du bekommst Angebote, die zu deinen vorab definierten Kriterien passen, und du allein entscheidest, ob und wann du reagierst.

Warum Reverse Recruiting für Therapeuten 2026 perfekt funktioniert

Reverse Recruiting funktioniert nicht in jeder Branche und nicht zu jeder Zeit. Es braucht einen Markt, in dem qualifizierte Fachkräfte knapper sind als offene Stellen. Genau diese Lage haben wir in der deutschen Therapie-Landschaft seit etwa 2022 — und 2026 hat sich der Mangel weiter verschärft. Drei harte Zahlen aus NRW machen das deutlich.

  • Ergotherapie: Auf jede offene Stelle in NRW kommen rechnerisch nur 0,3 Bewerber. Pädiatrie-Praxen haben Wartelisten von 9–12 Monaten für Patienten, weil Personal fehlt.
  • Logopädie: Stärkster Fachkräftemangel aller Therapieberufe. Niedrigste Absolventenzahlen, höchste Patienten-Wartelisten. Mit FEES-Spezialisierung suchst du dir den Arbeitgeber aus.
  • Physiotherapie: Über 12.000 offene Stellen in NRW, davon viele seit Monaten unbesetzt. Praxen erhöhen Gehälter, bieten Fortbildungsbudgets und Vier-Tage-Woche — um überhaupt jemanden zu finden.

Diese Lage bedeutet konkret: Praxen können nicht mehr abwarten, bis sich qualifizierte Therapeut:innen zufällig bewerben. Sie müssen aktiv suchen, Angebote machen, Gehälter erhöhen und Arbeitsbedingungen verbessern. Reverse Recruiting macht diese Marktrealität für dich nutzbar — es bringt dich genau dorthin, wo du schon wegen des Fachkräftemangels stehst, ohne dass du es spürst, weil du sonst klassisch suchst.

Der versteckte Vorteil: Verhandlungsmacht

Wenn du klassisch eine Bewerbung schreibst, befindest du dich automatisch in einer Bittsteller-Position: Du fragst nach einer Chance, und die Praxis entscheidet. Beim Reverse Recruiting hast du im Schnitt 3–7 konkrete Angebote auf dem Tisch — und kannst sie miteinander vergleichen. Praxis A bietet 3.200 Euro, Praxis B 3.450 Euro und ein Fortbildungsbudget? Praxis A muss nachziehen oder verlieren. Diese strukturelle Verhandlungsmacht ist der wichtigste finanzielle Vorteil — sie bringt im Schnitt 200–500 Euro mehr Brutto pro Monat im Vergleich zu klassischen Bewerbungsverhandlungen.

Reverse Recruiting vs. klassische Bewerbung — direkter Vergleich

Was ändert sich konkret, wenn du von klassischer Bewerbung auf Reverse Recruiting wechselst? Hier ist die direkte Gegenüberstellung in den Punkten, die in der Praxis am meisten zählen.

KriteriumKlassische BewerbungReverse Recruiting
InitiativeDu musst Stellen suchen und schreibenPraxen kommen auf dich zu
Aufwand pro JobLebenslauf + Anschreiben + Gespräch je Praxis (3–6h)1× Profil erstellen (60 Sek), dann nur JA/NEIN
Anzahl konkreter Angebote1 zur Zeit (sequentiell)3–7 parallel (vergleichbar)
AnonymitätNein — voller Lebenslauf liegt offenJa — Name erst nach JA-Entscheidung
Risiko für aktuellen JobHoch — Bewerbung kann gesehen werdenNull — aktueller Arbeitgeber erfährt nichts
VerhandlungspositionSchwach — du bittest um ChanceStark — mehrere Angebote vergleichen
Zeit bis erstes Angebot2–4 Wochen (oder gar nicht)48–72 Stunden
Gehalt-OutcomePraxis macht erstes Angebot, du verhandelst nachDu gibst Wunsch vor, Praxen treten in Bieter-Logik
KostenZeit, Nerven, evtl. BewerbungsmaterialNull — 100% kostenlos

Die Tabelle zeigt: Reverse Recruiting gewinnt in nahezu jeder Kategorie — nicht weil es magisch ist, sondern weil es die Marktlage strukturell ausnutzt. In einem ausgeglichenen oder arbeitgeberfreundlichen Markt würde Reverse Recruiting nicht funktionieren. In der Therapie-Branche 2026 funktioniert es, weil der Mangel real ist.

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So funktioniert Reverse Recruiting bei CuraCareer — Schritt für Schritt

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Hier ist exakt der Ablauf, den ein:e Therapeut:in bei CuraCareer durchläuft — vom ersten Klick bis zum unterschriebenen Vertrag.

1

Profil erstellen (60 Sekunden)

Du wählst deinen Beruf (Physio/Ergo/Logo), gibst Stadt und Pendelradius an, beschreibst kurz deine Erfahrung, Zusatzqualifikationen und was dir in einer Praxis wichtig ist (45-Min-Takt, Wochenenden frei, Fortbildungsbudget, Teamgröße, Gehalt). Kein Lebenslauf, kein Anschreiben.

2

Praxen prüfen passende Profile

Praxen aus deiner Region sehen nur die anonymisierten Eckdaten deines Profils. Sie prüfen, ob ihre offene Stelle zu deinen Kriterien passt — Beruf, Stadt, Erfahrung, Spezialisierung, Wunschgehalt. Wenn ja, formulieren sie ein konkretes Angebot.

3

Konkrete Angebote per WhatsApp

Du bekommst Angebote nicht als langweilige Stellenanzeige, sondern als kurze WhatsApp-Nachricht: Praxis-Name, Stadtteil, Gehalt, Arbeitszeiten, ein bis zwei Sätze warum diese Praxis zu dir passt. Typisch 3–7 Angebote in den ersten 4 Wochen, je nach Spezialisierung.

4

JA oder NEIN entscheiden

Pro Angebot tippst du JA oder NEIN. Bei JA werden eure Kontaktdaten ausgetauscht und ihr sprecht direkt — per Telefon, WhatsApp oder Hospitation in der Praxis. Bei NEIN ist das Angebot weg, kein Druck, keine Erklärung nötig.

5

Hospitation, Verhandlung, Vertrag

Im Therapie-Bereich ist eine bezahlte Hospitation Standard, bevor du unterschreibst. Du bekommst einen realistischen Eindruck vom Team, Patienten, Räumen, Abläufen. Erst dann Verhandlung und Vertrag. Typischer Zeitraum von Profilerstellung bis Unterschrift: 2–6 Wochen.

Welche Therapeuten profitieren am meisten?

Reverse Recruiting funktioniert für jede:n Therapeut:in — aber manche profitieren besonders stark. Drei Profile, in denen der Effekt am größten ist.

Spezialisierte Therapeut:innen

Mit FEES, Bobath, Manueller Therapie, SI oder Handtherapie bekommst du in NRW typischerweise 5–7 Angebote in den ersten Wochen. Verhandlungsmacht extrem hoch, Gehalt-Plus oft 300–600 Euro vs. ohne Spezialisierung.

Wechselwillige im Job

Du bist nicht akut auf Jobsuche, willst aber den Markt sondieren. Anonymität ist hier entscheidend — dein aktueller Arbeitgeber erfährt nichts. Du sammelst Angebote nebenbei und entscheidest in Ruhe.

Berufseinsteiger:innen

Ohne lange Erfahrung war klassische Bewerbung früher zäh. Heute suchen Praxen so dringend Personal, dass sie aktiv Berufseinsteiger werben — mit Mentoring, Einarbeitung und Fortbildungsbudget. Reverse Recruiting bringt dich direkt zu diesen Praxen.

Worauf du achten solltest — Risiken und Limitationen

Reverse Recruiting ist mächtig, aber kein Allheilmittel. Drei ehrliche Limitationen, damit du realistische Erwartungen hast.

  • Auf dem Land weniger Angebotsdichte: In dünner besiedelten Regionen wie Sauerland, Eifel oder Bergisches Land sind weniger Praxen aktiv. Du bekommst dann statt 7 Angeboten eher 1–2 — aber oft mit überdurchschnittlichen Konditionen, weil Praxen besonders schwer Personal finden.
  • Sehr enge Wünsche reduzieren Match-Rate: Wenn du gleichzeitig Vier-Tage-Woche, 4.000 Euro Gehalt, Bobath-Schwerpunkt und Innenstadt-Praxis verlangst, schrumpft der Pool. Realistisch und flexibel formulieren bringt mehr Angebote.
  • Du musst trotzdem Gespräche führen: Reverse Recruiting bringt dich an den Verhandlungstisch — nicht durch ihn hindurch. Hospitation, Vertragsverhandlung und Entscheidung bleiben deine Aufgabe. Plane 2–3 Stunden Zeit pro ernsthaftem Angebot ein.

Wichtig zu verstehen: Reverse Recruiting ist kein Versprechen, dass jede:r in einer Woche den Traumjob findet. Es ist die strukturell bessere Methode in einem fachkräfteknappen Markt. Mit 3–7 konkreten Angeboten gewinnst du Zeit, Optionen und Verhandlungsmacht — nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Reverse Recruiting für Physio, Ergo und Logo — was unterscheidet sich?

Die drei Therapieberufe haben sehr unterschiedliche Marktdynamiken. Reverse Recruiting funktioniert in allen, aber mit unterschiedlichen Effekten.

Physiotherapie

Größter Therapie-Markt, hoher Mangel, viele Praxen. Reverse Recruiting bringt typisch 5–7 Angebote innerhalb der ersten Wochen, mit Spezialisierungen wie Manueller Therapie oder Osteopathie eher 7–10. Gehalt-Range NRW: 2.600–3.800 Euro brutto, mit Top-Spezialisierung bis 4.200+. Mehr Details im Physiotherapie-Jobs-Pillar.

Ergotherapie

Stärkster Mangel, besonders Pädiatrie. Reverse Recruiting funktioniert hier extrem gut: 0,3 Bewerber pro Stelle bedeutet, dass praktisch jede:r Ergotherapeut:in mit SI oder Handtherapie freie Wahl hat. Gehalt-Range NRW: 2.500–3.600 Euro, mit Top-Specialisierung 3.800+. Detail-Guide: Ergotherapie-Jobs-Pillar.

Logopädie

Härtester Mangel aller Therapieberufe. Praxen warten teils 12–18 Monate vergeblich auf Bewerbungen. FEES-Spezialisierung ist der Karriere-Booster — mit FEES kommen leicht 3.500–4.200 Euro zustande. Detail-Guide: Logopädie-Jobs-Pillar.

Reverse Recruiting in der Praxis: 3 anonymisierte Erfahrungsberichte

Was Reverse Recruiting konkret bedeutet, lässt sich am besten an realen Verläufen zeigen. Drei anonymisierte Profile von Therapeut:innen, die in den letzten 12 Monaten über CuraCareer einen Job gefunden haben — mit echten Gehältern, echten Zeitverläufen und echten Pain-Points.

N., 31 — Physiotherapeutin Köln

Ausgangslage: 7 Jahre Berufserfahrung, Manuelle Therapie und KGG, alte Praxis hatte nach Inhaberwechsel den 30-Min-Takt eingeführt. Wollte wechseln, aber kein Risiko mit aktuellem Job. Zeit für Bewerbungen praktisch null.

Verlauf: Profil in 2 Minuten erstellt. Erste 3 Angebote in 60 Stunden. Nach 2 Wochen 6 konkrete Angebote, davon 4 mit 45-Min-Takt. Hospitation in zwei Praxen. Vertrag unterschrieben in Praxis Köln-Ehrenfeld nach 31 Tagen.

Outcome: 3.450 € brutto (vorher 2.950 €), 45-Min-Takt, Fortbildungsbudget 1.500 €/Jahr, Kollegenwechsel reibungslos durch das anonyme Format.

M., 27 — Ergotherapeutin Düsseldorf

Ausgangslage: 4 Jahre Berufserfahrung, SI-Zertifikat, suchte gezielt eine Pädiatrie-Praxis mit kleinem Team. Klassische Stellenanzeigen führten dreimal zu Vorstellungsgesprächen, die alle nicht passten — unrealistische Versprechen, dann 30-Min-Takt im Alltag.

Verlauf: Profil mit konkretem Wunschprofil „Pädiatrie-Praxis, max 5 Therapeut:innen, 45-Min-Takt“. Nach 4 Tagen erstes Angebot, nach 3 Wochen 5 Angebote. Hospitation in 2 Praxen, eine davon SPZ-angegliedert mit Heilpädagogin im Team.

Outcome: 3.300 € brutto (vorher 2.900 €), Pädiatrie-Schwerpunkt, integrierte Heilpädagogik-Diagnostik, Vier-Tage-Woche.

S., 24 — Logopädin Berufseinsteigerin Krefeld

Ausgangslage: Ausbildung gerade beendet, kein FEES, suchte erste Stelle mit strukturierter Einarbeitung. Klassische Bewerbung war schwierig — die meisten Stellenanzeigen verlangten 2+ Jahre Erfahrung. Nicht-Berufseinsteiger-Stellen waren entweder mit FEES oder ohne Mentoring.

Verlauf: Profil mit klarer Markierung „Berufseinsteigerin, Mentoring wichtig, FEES geplant“. Erste Angebote bekamen sie nach einer Woche — viele Praxen explizit auf der Suche nach Berufseinsteiger:innen, weil sie diese selbst ausbilden und langfristig binden wollen.

Outcome: 2.650 € brutto Einstieg (vs. 2.400 € Stelle, die sie klassisch gefunden hätte), strukturiertes Mentoring durch Senior-Logopädin, FEES-Finanzierung ab Jahr 2 vertraglich zugesagt.

Die drei Profile zeigen ein konsistentes Muster: Anonymität schützt, mehrere Angebote schaffen Verhandlungsmacht, und realistische Erwartungen führen zu sauberen Matches. Reverse Recruiting ist kein magischer Knopf — aber es verkürzt den Weg zwischen Wunsch und tatsächlich passendem Job erheblich, gerade in einem fachkräfteknappen Markt.

Häufige Mythen über Reverse Recruiting — und was wirklich stimmt

Reverse Recruiting ist in der deutschen Therapie-Branche noch nicht ganz Standard, deshalb gibt es Skepsis und Halbwissen. Vier verbreitete Mythen — und was wirklich dahintersteckt.

Mythos 1: „Das ist nur für Top-Spezialisten interessant.“

Falsch. Top-Spezialist:innen profitieren am meisten in absoluten Zahlen, aber Berufseinsteiger:innen relativ am stärksten: Sie kommen in einen Markt, der sie aktiv sucht, statt sich klassisch in einen Markt zu drängen, der nur Erfahrene will. In den letzten 12 Monaten waren rund ein Drittel der erfolgreichen Matches bei CuraCareer Berufseinsteiger:innen oder Therapeut:innen mit weniger als 2 Jahren Erfahrung.

Mythos 2: „Praxen finden nur die schwächeren Kandidaten so.“

Verkehrt herum gedacht. Praxen, die Reverse Recruiting nutzen, sind die Praxen, die verstanden haben, dass Stellenanzeigen 2026 nicht mehr funktionieren — sie sind häufig besser geführt, modernerer Ausstattung, und gehen aktiver auf Mitarbeiterbedürfnisse ein. Das Klischee „wer suchen muss, ist verzweifelt“ gilt heute eher umgekehrt: wer sich nicht sichtbar macht, findet niemanden mehr.

Mythos 3: „Anonymität schadet bei der Bewerbung.“

Im Gegenteil. Anonymität schützt deine aktuelle Position und gibt dir Zeit zum Vergleichen. Praxen sehen erst dann deinen Namen, wenn beide Seiten bewusst entschieden haben, dass es passt. Bis dahin wird auf Sachebene gematcht: Beruf, Spezialisierung, Stadt, Wunschgehalt. Das ist objektiver als ein Lebenslauf, der oft mehr über Lücken-Anxiety als über Kompetenz erzählt.

Mythos 4: „Das ist nur ein Trick zur Datensammlung.“

Berechtigte Sorge in einem Datenschutz-bewussten Markt. Konkret bei CuraCareer: Profildaten werden ausschließlich an Praxen weitergegeben, die du selbst ausgewählt hast oder die zu deinem definierten Wunschprofil passen. Praxen sehen niemals deinen Namen, deine Adresse oder deine Kontaktdaten ohne deine Zustimmung. Die Datenverarbeitung folgt DSGVO-Standards mit Auftragsverarbeitungsvereinbarungen für alle Drittdienste. Detail dazu in der Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen zu Reverse Recruiting

Was ist Reverse Recruiting in der Therapie-Branche?

Reverse Recruiting bedeutet: Statt dass du dich bei Praxen bewirbst, bewerben sich Praxen bei dir. Du erstellst ein anonymes Profil mit deinen Wünschen (Stadt, Fachgebiet, Arbeitszeiten, Gehalt), und passende Praxen schicken dir konkrete Angebote per WhatsApp. Du entscheidest mit einem JA oder NEIN, ob du sprechen möchtest. Es ist die direkte Umkehrung des klassischen Bewerbungsprozesses und besonders im Therapie-Markt mit starkem Fachkräftemangel sehr effektiv.

Warum funktioniert Reverse Recruiting für Therapeuten besonders gut?

Weil der Fachkräftemangel in der Therapie 2026 extrem ist: In NRW kommen rechnerisch nur 0,3 Bewerber auf jede offene Ergotherapie-Stelle, in der Logopädie ist die Lücke noch größer. Das bedeutet, Praxen müssen aktiv um Therapeuten werben — nicht umgekehrt. Reverse Recruiting macht diese Marktrealität für dich nutzbar: Du behältst die Verhandlungsmacht, vergleichst mehrere konkrete Angebote und musst nicht auf Stellenanzeigen warten oder hoffen.

Was unterscheidet Reverse Recruiting von Headhunting oder Personalvermittlung?

Headhunter und Personalvermittler werden von der Praxis bezahlt und arbeiten in deren Auftrag. Sie wollen Stellen besetzen, nicht unbedingt deine ideale Position finden. Beim Reverse Recruiting bist du das Zentrum: Du definierst deine Kriterien, du wirst nicht angerufen oder unter Druck gesetzt, und du zahlst nichts. Plattformen wie CuraCareer finanzieren sich über die Praxen, behalten aber den Therapeuten als Hauptkunden.

Bleibe ich anonym, wenn ich Reverse Recruiting nutze?

Ja, vollständig. Praxen sehen nur deine Wünsche und beruflichen Eckdaten (Beruf, Erfahrung, Spezialisierung, gewünschte Stadt) — keinen Namen, keinen Lebenslauf, keine Kontaktdaten. Dein aktueller Arbeitgeber erfährt nichts. Erst wenn du auf ein Angebot mit JA reagierst, werden Kontaktdaten ausgetauscht. Das ist besonders wichtig, wenn du noch in einem Arbeitsverhältnis stehst und nicht riskieren willst, dass dein Chef von der Suche erfährt.

Wie viele Angebote bekomme ich über Reverse Recruiting?

Das hängt von deinem Profil ab. Therapeuten mit gefragten Spezialisierungen (FEES, Bobath, Manuelle Therapie, SI, Handtherapie) erhalten in NRW typischerweise 3–7 konkrete Angebote in den ersten 4 Wochen. Berufseinsteiger ohne Zusatzqualifikation bekommen 1–3 Angebote. In Großstädten wie Köln, Düsseldorf und Bonn ist die Angebotsdichte am höchsten. Auf dem Land findest du oft weniger, aber dafür höher dotierte Angebote.

Kostet mich Reverse Recruiting etwas?

Nein, für Therapeuten ist Reverse Recruiting bei CuraCareer 100 Prozent kostenlos. Es gibt keine Vermittlungsgebühren, keine Premium-Mitgliedschaft, keine versteckten Kosten. Praxen zahlen für den Zugang zu qualifizierten Therapeuten — du nicht.

Wie schnell kann ich über Reverse Recruiting einen Job finden?

Im Durchschnitt erhältst du erste konkrete Angebote innerhalb von 48–72 Stunden nach Profilerstellung. Bis zur Vertragsunterschrift dauert es typischerweise 2–6 Wochen, je nachdem wie schnell du sprechen, hospitieren und entscheiden willst. Klassische Bewerbungsprozesse dauern im Vergleich oft 6–12 Wochen pro Praxis — und du bewirbst dich oft mehrfach.

Funktioniert Reverse Recruiting auch für Berufseinsteiger?

Ja, und gerade Berufseinsteiger profitieren überdurchschnittlich. Praxen suchen aktuell so dringend Personal, dass viele explizit nach Berufseinsteigern suchen — inklusive bezahlter Einarbeitung, Mentoring und Fortbildungsbudgets. Reverse Recruiting hilft dir, diese Praxen überhaupt erst zu finden, statt nur die mit klassischen Stellenanzeigen sichtbaren.

Was ist der Unterschied zu Indeed, StepStone oder MediJobs?

Klassische Jobportale zeigen Stellenanzeigen, auf die du dich aktiv bewerben musst — mit Lebenslauf, Anschreiben und Wartezeit. Reverse Recruiting kehrt das um: Praxen sehen dein Profil und bewerben sich bei dir. Praktisch heißt das: Bei Indeed schreibst du 20 Bewerbungen, bekommst 3 Antworten und vielleicht 1 Vorstellungsgespräch. Bei Reverse Recruiting erstellst du 1 Profil und bekommst 3–7 konkrete Angebote.

Welche Daten sehen Praxen über mich?

Praxen sehen: deinen Beruf (Physio/Ergo/Logo), deine Berufserfahrung in Jahren, deine Zusatzqualifikationen, deine gewünschte Stadt und Pendelradius, deine Wunschgehaltsspanne, deine bevorzugte Arbeitszeit (Vollzeit, Teilzeit, Tage), und worauf du Wert legst (45-Min-Takt, Fortbildung, Wochenenden frei, etc.). NICHT sichtbar: dein Name, dein aktueller Arbeitgeber, deine Adresse, dein Geburtsdatum, dein Foto, dein Lebenslauf.

Bereit, Praxen sich bei dir bewerben zu lassen?

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