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Psychomotorik-Fortbildung für Physiotherapeuten 2026: Inhalte, Kosten & Karriere

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Lena von CuraCareer

3. Juni 2026

TL;DR: Psychomotorik verbindet Bewegung und Wahrnehmung – ideal für Kinder mit Entwicklungsstörungen. Die Fortbildung umfasst 200–400 UE, kostet 1.500–3.500 € und ermöglicht Gruppenangebote und Präventionskurse als zusätzlichen Umsatzkanal.

Was ist Psychomotorik?

Psychomotorik beschreibt den Zusammenhang zwischen Bewegung, Wahrnehmung und psychischem Erleben. In der therapeutischen Psychomotorik werden Bewegungs- und Spielangebote genutzt, um die Gesamtentwicklung von Kindern zu fördern: Motorik, Wahrnehmung, Sozialverhalten und Selbstvertrauen. Psychomotorik ist keine Therapie im engeren Sinn, sondern ein Förderansatz – daher als Prävention nach §20 SGB V absetzbar.

Psychomotorik-Fortbildung: Aufbau und Inhalte

  • Grundlagen der Psychomotorik (Theorie): Entwicklungspsychologie, Wahrnehmungsentwicklung, motorisches Lernen
  • Bewegungs- und Spielräume gestalten: Material, Aufbau, Sicherheit
  • Körpererfahrung und Sinneswahrnehmung: Taktil, vestibulär, propriozeptiv
  • Soziale Kompetenzen durch Bewegung: Kooperation, Kommunikation, Konfliktlösung
  • Praxisprojekt: Planung und Durchführung einer Psychomotorik-Einheit
  • Zertifikat: „Psychomotorik-Förderkraft“ oder „Zertifikat Psychomotorik“

Anbieter-Vergleich 2026

  • Rheinische Akademie im Förderverein Psychomotorik e.V. (Bonn): 400 UE, 3.200 €, Referenz-Anbieter, Zertifikat „Psychomotorik-Förderkraft“
  • Deutsche Akademie für Psychomotorik (Marburg): 300 UE, 2.800 €, akademischer Schwerpunkt
  • Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe (diverse Standorte): 200 UE, 1.500–2.000 €, kompakt
  • Hochschulzertifikat Psychomotorik (z. B. Uni Marburg): 2 Semester, 3.500 €, akademisch anerkannt

Einsatzgebiete

  • Entwicklungsförderung bei motorisch unsicheren Kindern
  • AD(H)S: Bewegung als Ventil und Strukturhilfe
  • Autismus-Spektrum: Sinneswahrnehmung und Sozialkontakt
  • Übergewicht bei Kindern: Freude an Bewegung (wieder)entdecken
  • Prävention: §20-SGB-V-Kurse in Kitas und Grundschulen
  • Frühförderung: Ergänzung zu Bobath-Kinder/Vojta

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Psychomotorik als Umsatzkanal

Psychomotorik-Gruppenangebote sind lukrativ: 6–10 Kinder pro Gruppe, 8–12 Einheiten, 80–150 € pro Kind. Die Krankenkassen bezuschussen §20-Kurse mit 80–100 %. Für Praxen mit Pädiatrie-Schwerpunkt ist das ein willkommener Zusatzumsatz von 500–1.500 €/Monat pro Kursreihe. Auch Kitas buchen Psychomotorik-Therapeuten für regelmäßige Fördereinheiten.

Psychomotorik in der Physiotherapie: Abgrenzung

Psychomotorik ist KEIN Heilmittel – sie wird nicht auf Rezept verordnet. Physiotherapeuten nutzen psychomotorische Elemente aber im Rahmen der KG-Behandlung (spielerische Übungen, Wahrnehmungsförderung). Als Präventionskurs (§20 SGB V) ist Psychomotorik separat abrechenbar. Die Kombination aus KG-ZNS (Therapie) und Psychomotorik-Gruppen (Prävention) ist ein starkes Modell für die Kinderpraxis.

„Psychomotorik ist die beste Fortbildung, die ich neben Bobath-Kinder gemacht habe. Die Kinder lieben es, und ich habe einen zusätzlichen Umsatzkanal.“ – Kinderphysiotherapeutin mit Psychomotorik-Gruppen, 33, Münster
Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschliesslich zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Berufsberatung dar. Alle Angaben ohne Gewaehr. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wende dich an eine zugelassene Rechtsanwaltskanzlei oder Steuerkanzlei. CuraCareer uebernimmt keine Haftung fuer die Richtigkeit, Vollstaendigkeit oder Aktualitaet der bereitgestellten Informationen.

Häufige Fragen

Was kostet die Psychomotorik-Fortbildung?

1.500–3.500 € je nach Umfang (200–400 UE). Kompaktkurse sind günstiger, Hochschulzertifikate teurer aber akademisch anerkannt.

Kann ich mit Psychomotorik Geld verdienen?

Ja – Präventionskurse (§20 SGB V) bringen 80–150 € pro Kind. Kita-Kooperationen und Praxis-Gruppenkurse sind zusätzliche Umsatzkanäle. 500–1.500 € Zusatzumsatz pro Monat sind realistisch.

Ist Psychomotorik evidenzbasiert?

Moderate Evidenz für Verbesserung von Motorik, Selbstkonzept und Sozialverhalten bei Kindern. Die Studienlage ist nicht so stark wie bei Bobath/Vojta, aber die Praxiserfahrung ist positiv.

Brauche ich Psychomotorik als Kinderphysiotherapeut?

Nicht zwingend, aber eine wertvolle Ergänzung: Sie erweitert dein Methodenspektrum und ermöglicht Gruppenangebote. Empfehlung: Bobath-Kinder zuerst, Psychomotorik als Ergänzung.

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