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Manuelle Therapie Abrechnung 2026: GKV, Privatpatienten & Rezepte richtig abrechnen

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Lena von CuraCareer

3. Juni 2026

TL;DR: Manuelle Therapie wird mit ca. 28 €/25 Min. bei der GKV abgerechnet (30–40 % mehr als Standard-KG). Privatpatienten zahlen 40–70 € pro Behandlung. Hier die Abrechnungsregeln, häufige Fehler und wie du deinen Umsatz maximierst.

GKV-Abrechnung Manuelle Therapie

Heilmittelposition und Vergütung

Manuelle Therapie hat eine eigene Position im Heilmittelkatalog (X0501). Die Vergütung beträgt ca. 28 € pro 25-Minuten-Einheit (Stand 2026, NRW). Die genauen Sätze variieren leicht nach Kassenvertrag und Region. Zum Vergleich: Standard-KG (X0101) liegt bei ca. 22 €/20 Min. Der Umsatzvorteil: ca. 6 € pro Behandlung, bei 6–8 MT-Behandlungen/Tag: 36–48 € Mehrumsatz täglich.

Verordnung: Was muss draufstehen?

  • Heilmittel: „Manuelle Therapie“ oder „MT“ als Verordnungsposition
  • Diagnose: ICD-10-Code passend zur Indikation (z. B. M54.4 Lumboischialgie)
  • Diagnosengruppe: z. B. WS (Wirbelsäule), EX (Extremitäten)
  • Menge: Regelfall 6 Einheiten (erster Regelfall), Folge-Rezept 6 Einheiten
  • Frequenz: 1–3x/Woche
  • Unterschrift und Stempel des Arztes
  • Ausstellungsdatum (Rezept ist 28 Tage gültig nach Ausstellung)

Privatpatienten: Abrechnung und Honorar

  • Abrechnungsgrundlage: GOPh (Gebührenordnung für Physiotherapeuten) oder Freihonorar
  • GOPh Satz MT: ca. 35–45 €/Behandlung (je nach Steigerungssatz)
  • Freihonorar (Selbstzahler): 50–70 €/Behandlung (marktüblich in NRW)
  • Privatversicherungen: Erstattung je nach Tarif, meist 80–100 % des GOPh -Satzes
  • Beihilfe (Beamte): Erstattung nach GOPh , volle Übernahme üblich
  • Tipp: Privatpatienten bringen 2–3x mehr Umsatz als GKV – gezielt ansprechen

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Häufige Abrechnungsfehler

  • Rezept abgelaufen: 28-Tage-Frist verpasst → Kasse zahlt nicht, Umsatz verloren
  • Falsche Heilmittelposition: KG statt MT auf dem Rezept → geringere Vergütung
  • Therapiebericht fehlt: Einige Kassen fordern Berichte nach Regelfall – ohne Bericht kein Folge-Rezept
  • Frequenz nicht eingehalten: 1x/Woche verordnet, Patient kommt nur alle 2 Wochen → Budgetüberschreitung für den Arzt
  • Zuzahlung nicht kassiert: Patienten ab 18 zahlen 10 % + 10 € Rezeptgebühr – du musst kassieren
  • Kombination MT + KG: Auf einem Rezept möglich, aber die Behandlungszeit muss stimmen (25 + 20 Min.)

Umsatzoptimierung mit MT

  • MT + KGG kombinieren: Patient bekommt 25 Min. MT + 60 Min. KGG in einer Sitzung = hoher Stundenumsatz
  • Privatpatienten-Anteil erhöhen: Gezielt Selbstzahler-Angebote (Sportler, Rücken-Intensivprogramm)
  • Rezeptmanagement: Patienten rechtzeitig zum Arzt für Folge-Rezept schicken
  • Therapieberichte: Gute Berichte = gute Arztbeziehung = mehr Zuweisungen
  • Zeitmanagement: 25-Min.-Taktung für MT einhalten, nicht überziehen
„Seit ich konsequent MT + KGG kombiniere und meine Rezepte sauber manage, ist mein Praxisumsatz um 30 % gestiegen.“ – Praxisinhaberin, 40, Essen
Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschliesslich zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Berufsberatung dar. Alle Angaben ohne Gewaehr. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wende dich an eine zugelassene Rechtsanwaltskanzlei oder Steuerkanzlei. CuraCareer uebernimmt keine Haftung fuer die Richtigkeit, Vollstaendigkeit oder Aktualitaet der bereitgestellten Informationen.

Häufige Fragen

Wie viel bekomme ich für eine MT-Behandlung von der Kasse?

Ca. 28 €/25 Min. (Stand 2026, NRW). Der genaue Satz variiert leicht nach Kassenvertrag. Das sind ca. 6 € mehr als für Standard-KG (ca. 22 €/20 Min.).

Kann ich MT und KG auf einem Rezept kombinieren?

Ja – der Arzt kann MT + KG auf einem Rezept verordnen. Die Behandlungszeiten addieren sich (25 + 20 = 45 Min.). Das ist therapeutisch sinnvoll und bringt höheren Umsatz.

Was zahlen Privatpatienten für MT?

GOPh -Satz: 35–45 €. Freihonorar: 50–70 € in NRW marktüblich. Privatpatienten bringen 2–3x mehr Umsatz pro Behandlung als GKV-Patienten.

Wie lange ist ein MT-Rezept gültig?

28 Tage nach Ausstellungsdatum muss die erste Behandlung stattfinden. Danach läuft das Rezept weiter, solange die Therapie nicht länger als 14 Tage unterbrochen wird.

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